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Biokraft führt Bürger durch das Biomasse-Heizkraftwerk

Seit Januar produziert die Biokraftgesellschaft Moers/Dinslaken (Biokraft) im Technologiepark Eurotec umweltschonend Strom und Wärme. Nach nur elf Monaten Bauzeit betreibt das Gemeinschaftsunternehmen der kommunalen Partner, Stadtwerke Dinslaken und Energie Wasser Niederrhein, seither den Testbetrieb im ersten Moerser Biomasse-Heizkraftwerk (BMHKW). Am 15. Juni wird die Anlage nun durch Dr. Heinz Baues, dem leitendem Ministerialrat für Energiestrategien des Landes Nordrhein-Westfalen, feierlich eingeweiht. Am Samstag darauf können Bürger das städteübergreifende Vorzeigeprojekt hautnah kennenlernen. „Dann präsentieren wir eine der aktuell modernsten Strom- und Wärmeproduktionsstätten am Niederrhein der Öffentlichkeit", bittet Geschäftsführerin Manuela Kemper-Wibelitz, sich rechtzeitig für eine der Führungen anzumelden.

Holzschnitzel für Strom und Wärme

Am 20. Juni 2009 will Kemper-Wibelitz mit ihrem technischen Geschäftsführungskollegen Arno Gedigk somit Nachbarn und allen interessierten Niederrheiner zeigen, wie die Biokraft aus sogenanntem Landschaftspflegeholz Strom und Wärme produziert. Zwischen 11 und 16 Uhr gibt es dazu im 30-Minutentakt Führungen über das rund 18000 Quadratmeter große Areal. „Wir verzichten bewusst auf einen klassischen Tag der offenen Tür mit Spiel und Spaß", verweist Gedigk auf ein sich vor allem an technisch interessierte Bürger richtendes Angebot. „Dennoch gibt es im Anschluss an den Kraftwerksrundgang einen Imbiss."

Investition in die Umwelt

Der Kraftwerksexperte Gedigk möchte Bürgern am Kennenlerntag zeigen, wofür das Unternehmen rund 12 Millionen in die Hand genommen hat. „Das BMHKW arbeitet als so genannte Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlage, kann also sowohl die über heißen Wasserdampf anfallende Wärme nutzen als auch die thermische Energie über eine Turbine in Strom umwandeln." Weiterer Umweltvorteil: Das Kraftwerk wird dabei ausschließlich mit nachwachsenden Rohstoffen, den sogenannten Nawarros, betrieben. Dieses naturbelassene Landschaftspflegeholz verbrennt Kohlendioxid(CO2)-neutral. Heißt: Bei der Verbrennung wird nur soviel CO2 freigesetzt, wie Bäume und Sträucher in früheren Zeiten aufgenommen haben. „Jährlich produzieren wir in Moers rund 18.750 Megawattstunden Strom und 63.750 Megawattstunden Wärme. Damit beliefern wir rund 5.300 Haushalte mit Strom und 3.200 Häusern Wärme für Heizung und warmes Wasser", so Gedigk.

Wer dabei sein möchte, kann sich unter der Rufnummer 02841 104105 zu einem der Rundgänge anmelden.

 

 

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