Schornstein für Frischholz-Heizkraftwerk steht
Ein weiterer großer Abschnitt zum Bau des Frischholz-Heizkraftwerkes (FHKW) ist geschafft. Gestern erhielt das Bauwerk im Herzen des Moerser Technologiepark Eurotec seinen Schornstein. Ein 35 Meter langer Tieflader lieferte den 15 Tonnen schweren und 26 Meter hohen Stahlkoloss in der Nacht an. Am Morgen stellte eine Spezialfirma in nur einer Stunde mit zwei riesigen Autokränen das Ungetüm auf. Mit Hilfe der so genannten Schornsteinkrone verankerten sie diesen danach im Fundament.
Zukünftig entweicht hieraus im Wesentlichen Wasserdampf „Das Rauchgas filtern wir in zwei Stufen. Zunächst im so genannten Zyklonabscheider die größeren Staubpartikel. Im Anschluss daran ist ein Elektrofilter installiert, der die kleineren Staubpartikel aussondert", erklärt die Geschäftsführerin des Betreibers der Biokraftgesellschaft Moers/Dinslaken Manuela Kemper-Wibelitz. „Somit unterschreiten wir die im Bundesimmissionsschutzgesetz festgeschriebenen technischen und umwelttechnischen Vorgaben."
Die Biokraftgesellschaft Moers/Dinslaken ist aus einer Kooperation der Energie Wasser Niederrhein (ENNI) und der Stadtwerke Dinslaken (SWD) im Jahre 2007 hervorgegangen. Die Partner verfolgen damit das Ziel, dem Unternehmen mit einer jeweils 50-prozentigen Beteiligung den Einstieg in die ökologische Stromproduktion zu ermöglichen und dadurch die Wettbewerbsituation im Energiemarkt weiter zu stärken. So blickt auch Arno Gedigk als beteiligter technischer Geschäftsführer zufrieden auf den momentanen Baufortschritt. „Wir liegen voll im Zeitplan. Ende September erwarten wir die Turbine. Den im Vorfeld anvisierten Termin zur Inbetriebnahme Anfang 2009 halten wir nach derzeitigem Stand ein."
Dann arbeitet das FHKW als so genannte Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlage (KWK). Vorteil: Es wird sowohl die über heißen Wasserdampf anfallende Wärme genutzt als auch über eine Turbine die thermische Energie in Strom umgewandelt. „Somit erzeugen wir jährlich rund 18750 Megawattstunden Strom und 63750 Megawattstunden Wärme", so Gedigk. „Hiermit können wir rund 5300 Haushalte mit Strom und 3200 Häuser beheizen sowie mit warmen Wasser versorgen.

